Ein aktuelles Thema zur Zeit: Die Post. Neben der verlangsamten Briefzustellung ist auch die Abschaffung von Filialen und die Integration in Einzelhandelsgeschäfte als sogenannte Postagenturen ein Ärgernis. Ich erlebe dies selbst hin und wieder in der Frankfurter Bürostadt.
Nachdem die Postfiliale in der Lyoner Straße vor zwei(?) Jahren dicht machte (auch hier damals schon längere Wartezeiten, mies gelauntes Personal mit absoluter Klischee-Beamten-Mentalität "Isch hab ja aach nur zwei Händ"), gibt es nun nur noch eine Postagentur in einem winzigen Fotogeschäft. Und das in der Bürostadt!
Okay, das alleine wäre ja nicht schlimm, jedoch werden die in der Regel zwei Mitarbeiter nicht nur durch elend lange Fotogeschäfte, Bilderrahmen- und Digitalkameraverkäufe abgelenkt, sondern verkaufen dort neuerdings auch noch E-Plus Handyverträge und verleasen Laptops. Neulich eine Schlange bis auf die Straße, ein Mitarbeiter am Postschalter, der andere nimmt telefonisch die Daten eines italienischen Gastronomen auf, der ein Apple Notebook finanzieren möchte und wiederholt dabei klar und deutlich jedes Detail. Soso, als Pizzabäcker vom Bella Italia immerhin 2.000 Euro netto Verdienst, zwei unterhaltspflichtige Kinder und einen Pass aus Mexiko.
Wartezeit für mich: 15 Minuten bei glühender Hitze. Ein schrecklicher Rückschritt gegenüber der alten Post, trotz des damals mürrischen Personals. Die über dem engen Schalter hängende Urkunde, dass bei einem Service Test die Wartezeit in der Postagentur nur 37 Sekunden betrug, kann man so jedenfalls in aller Ruhe studieren.
















