Leslie Schnee – Blog

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Wieder mal ein nützlicher Linux-Tipp, diesmal zum von mir auf dem Sony Vaio eingesetzten Linux Betriebssystem Kubuntu. Sehr störend finde ich, dass man nach einer Standardinstallation keinen root-Zugriff zum Beispiel in der Konsole hat; ich verabscheue das Arbeiten mit sudo geradezu, auch wenn es unter Sicherheitsaspekten sicherlich auch Vorteile bietet. Aber wer gewissenhaft mit seinem root-Kennwort umgeht und nicht unbedingt dasselbe Kennwort wie für den Standardlogin benutzt, geht im Grunde kein erhöhtes Risiko ein.

Den gesperrten root-User schaltet man einfach wie folgt frei:

schnee@leela:~$ sudo passwd root

Jetzt einfach zunächst das normale User-Kennwort eingeben und dann zweimal ein neues root-Kennwort eingeben. Anschließend kann man mit dem Befehl su jederzeit root werden.

Normalerweise sollten die Werte für den schnellen Zugriffsmodus auf IDE-Festplatten unter Linux automatisch gesetzt sein. Manchmal aber fliegen diese auch raus und der Server oder PC wird spürbar langsam. Mit dem Tool hdparm kann man eine IDE-Platte im laufenden Betrieb optimieren.

Erstmal fragen wir die aktuellen Werte ab:

 
turbomorbo:~# hdparm /dev/hdc
 
/dev/hdc:
 multcount    =  0 (off)
 IO_support   =  0 (default 16-bit)
 unmaskirq    =  0 (off)
 using_dma    =  1 (on)
 keepsettings =  0 (off)
 readonly     =  0 (off)
 readahead    = 256 (on)
 geometry     = 65535/16/63, sectors = 120103200, start = 0

unmaskirq und multcount auf off und IO_support nur 16 Bit suggeriert uns hier schon, dass etwas nicht stimmt. Dies lässt sich auf jeden Fall optimieren:

hdparm -d1 -u1 -c1 -m16 /dev/hdc

Als Ergebnis erhalten wir:

 
turbomorbo:~# hdparm /dev/hdc
 
/dev/hdc:
 multcount    = 16 (on)
 IO_support   =  1 (32-bit)
 unmaskirq    =  1 (on)
 using_dma    =  1 (on)
 keepsettings =  0 (off)
 readonly     =  0 (off)
 readahead    = 256 (on)
 geometry     = 65535/16/63, sectors = 120103200, start = 0

Erst gestern konnten wir damit den Blog und die Gallery2 meines Freundes Ian, der seine Seiten auf einem relativ alten System hostet, deutlich beschleunigen.

Viel Erfolg!

In Zukunft werde ich hier in unregelmäßigen Abständen nützliche Shell-Scripte veröffentlichen, die uns bei PS-Webhosting einige Arbeit abnehmen. Sie sind unter Debian Linux lauffähig.

Heute: Anlegen einer mySQL-Datenbank mit Zufallspasswort.

Verwendung:

turbozoidberg:~/utils# ./newdb
Usage: ./newdb dbname [password]

Inhalt der Datei:

 
#!/bin/sh
 
MYSQLADMIN_USER="root"
MYSQLADMIN_PASSWORD="mySQL_root_Passwort"
MYSQLADMIN_HOST="mySQL_Hostname (z.B. localhost)"
 
MYSQLDATABASE="$1"
MYSQLUSER="$1"
MYSQLPASSWORD="$2"
# IP-Nummer(n) der Server, die auf die Datenbank zugreifen dürfen:
MYSQLHOST="123.123.123.%"
 
if [ -z "$MYSQLPASSWORD" ]
then
  MYSQLPASSWORD="`pwgen 8 1`"
fi
 
if [ $# -lt 1 -o $# -gt 2 ]
then
  echo "Usage: $0 dbname [password]"
  exit
fi
 
mysql -u$MYSQLADMIN_USER -p$MYSQLADMIN_PASSWORD -h$MYSQLADMIN_HOST mysql << EOF
CREATE DATABASE \`$MYSQLDATABASE\`;
GRANT USAGE ON *.* TO \`$MYSQLUSER\`@\`$MYSQLHOST\` IDENTIFIED BY "$MYSQLPASSWORD" WITH MAX_QUERIES_PER_HOUR 0 MAX_CONNECTIONS_PER_HOUR 0 MAX_UPDATES_PER_HOUR 0;
GRANT SELECT,INSERT,UPDATE,DELETE,CREATE,DROP,INDEX,ALTER,LOCK TABLES,CREATE TEMPORARY TABLES ON \`$MYSQLDATABASE\`.* TO \`$MYSQLUSER\`@\`$MYSQLHOST\`;
EOF
 
echo "MySQL:"
echo "Datenbankname: $MYSQLDATABASE"
echo "Benutzername : $MYSQLUSER"
echo "Passwort     : $MYSQLPASSWORD"

Die Datei einfach zum Beispiel als "newdb" abspeichern und auf der Shell mit

./newdb Datenbankname <Passwort>

aufrufen. Ohne Passwort wird ein zufälliges Passwort mit pwgen generiert.

Viel Spaß!