Jaaa, so lieben wir das. Ein erster morgendlicher Blick in unser Support-Ticket-System offenbart einige gehackte Kundenseiten. Die Türkei hat wieder zugeschlagen, genauer ein Hacker namens "iskorpitx", der es mal wieder geschafft hat, über veraltete Joomla-Installtionen Fremdcode einzuschleusen und somit die Websites der Kunden zu "defacen". Ich glaube, unser Job wäre ohne solche Kreaturen nur halb so spannend - auch wenn wir das nicht wirklich brauchen. Ich zumindest nicht.
Also den Kunden ein Backup eingespielt und ihnen nahe gelegt, ihre Joomla-Installation genau wie ihr Windows daheim auf einem aktuellen Stand zu halten und stets auch alle Module und Plugins zu aktualisieren. Das wird in der Tat gerne vergessen. Abschließend das System mit folgendem Befehl nach einer Datei mit einer bestimmten Größe durchsucht und gelöscht (Linux-Tipp):
rm `find /pfad/zum/verzeichnis/ -maxdepth 2 -size 13c -ctime -1 -print`
Anschließend ging es mit den Jungs an die Abarbeitung der regulären Anfragen, die so die Nacht über eingetrudelt sind, das waren heute auch irgendwie eine ganze Menge. Mittlerweile sieht es aber wieder ganz gut aus und alles Systeme laufen optimal, zumindest nachdem ein weiterer Server neu gestartet wurde, nachdem er irgendwie nicht mehr wollte.
Dazwischen kurz was gefrühstückt mit der Erkenntnis, dass eine offene Dose Sauerkraut vom Vorabend den kompletten Kühlschrank verpestet.
Und die gute Sandy scheint der ganze Trubel wie immer nicht besonders zu tangieren. Sie schläft friedlich in ihrem Körbchen und träumt von sexy Hundeboys.
Und jetzt wird es Zeit, ins Büro zu fahren!


